Werte

DAS LEBEN IN DER LERNGEMEINSCHAFT

Die HUMANISTISCHE PÄDAGOGIK entstand im 19. Jahrhundert und reicht bis in UNSERE ZEIT

Die Bewegung der Neuen Schulen, basierend auf den innovativen Ideen von Rousseau (1712-1778) und Clapadère (1873-1940) und ihrem Interesse an der biologischen und psychologischen Erforschung des Kindes, schlägt ein Modell vor, bei dem DER LERNZPROZESS SICH AUF DIE KINDER UND JUGENDLICHEN, IHRE INTERESSEN UND IHRE INDIVIDUALITÄTEN KONZENTRIERT.

Ebenso lassen sich die Outdoor School Lerngemeinschaften von verschiedenen Bildungsmodellen des 20. und 21. Jahrhunderts inspirieren, wie zum Beispiel: DEMOKRATISCHE Schulen, AKTIVE Schulen, WALDSCHULEN, Schulen nach REGGIO EMILIA, Pädagogie von FREINET, MONTESSORI-Schulen, WALDORFSCHULEN und ANDERE LOKALE UND ALTERNATIVE PROJEKTE.

+ 1 OUTDOOR EXPERIENCE

Wenn wir in der Nähe von Bäumen, Pflanzen, Wasser, Steinen und Moos sind, scheint alles leichter zu sein. Dann fühlen wir uns freier, frischer und bereitwillig für das Lernen.

Die Vorteile der Erfahrungen im Außenbereich sind unzählig. Unter anderem: Entwicklung der psychomotorischen Fähigkeiten auf eine natürliche Weise, Eigenwahrnehmung, Verbesserungen in der Entwicklung der Sinne und eine bessere psycho-emotionale Integration.

+ 2 LERNGEMEINSCHAFT

Das Lernen soll alle miteinbeziehen. Basis-Aspekte, wie die offene und horizontale Beteiligung aller Mitglieder der Gemeinschaft, das Teilen von Begabungen und Talenten, der Geist der Gemeinschaft, der auf gleichberechtigten Beziehungen basiert, eine reduzierte Größe beibehalten und offen bleiben für die Kommunikation und Interaktion mit anderen sozialen Akteuren, sollten dabei beachtet werden.

+ 3 GANZHEITLICHES EMOTIONALES LERNEN

Die Emotionale BILDUNG darf nicht ein externes Element sein, was den Lernbereichen hinzugefügt wird, sondern sie sollte Teil der Wurzel sein, Teil der eigentlichen Grundlagen der Lerngemeinschaft.

Die organische Struktur der 7 Bereiche, die Bewegungsfreiheit, die Förderung des Fließzustands, die innere Arbeit der begleitenden Erwachsenen, die Figur des “Großen Bruders/Große Schwester” und des “ Kindermediators” und außerdem noch spezifische Workshops, sind unsere Grundlagen.

+ 4 POSITIVES UMFELD

Ein positives Umfeld bestärkt das Gefühl des Wohlbefindens, der Selbstachtung und ermöglicht, dass man das Lernen mit dem Vergnügen assoziiert und das Vergnügen mit dem Lernen.

In dem Outdoor School Umfeld pflegen wir das physische sowie auch das psycho-emotionale Umfeld.

+ 5 INDIVIDUALITÄT

Jedes Kind und jeder Jugendliche hat eine differenzierte physische, psychische und emotionale Struktur; es sind einzigartige Wesen, und dies muss sich im Alltag zeigen dürfen und gepflegt werden.

Ein Netzwerk von Individuen entfaltet sein maximales Potenzial und seine Effizienz, wenn es mit gesunden, starken und selbstbewussten Individuen gebildet wird. Sätze wie „Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied”, definieren genau die Essenz des Prinzips der Individualität.

+ 6 KOOPERATION

Kooperation, die Grundlage der Synergie, hat ihren Sinn in symbiotischen Vereinigungen, also in Vereinigungen, deren Ergebnis der Kooperation größer ist als die Summe der Individualitäten.

Sätze wie „Es gibt keinen besseren Beweis für den Fortschritt einer Zivilisation als den Fortschritt ihrer Zusammenarbeit“ von John Stuart Mill definieren das Wesen des Prinzips der Zusammenarbeit.

+ 7 GEMISCHTE ALTERSKLASSEN

Die gemischten Altersklassen in der Lerngemeinschaft ähneln dem Leben, der Gesellschaft.

In den Outdoor School Zentren gruppieren sich die Kinder und Jugendlichen in folgenden Altersklassen: von 3 bis 6 Jahren; von 7 bis 11 Jahren; und von 12 bis 16 Jahren.

Diese Form von Beziehung aktiviert die „Spiegel-Neuronen”: die Spiegelneuronen stehen mit unserer angeborenen Kapazität in Beziehung, andere zu imitieren.

+ 8 EXPERIMENTIEREN

Experimentieren ist die Grundlage des Lebens. Laut der Neurowissenschaft lernen Körper und Gehirn in einer integralen Weise. Die Bewegung, die Manipulation und der Körperausdruck stimulieren die Entwicklung der Sinnes-Systeme, der motorischen Systeme und des Lernens.

Mit den aktiven Methoden, die in den Outdoor School Zentren benutzt werden, fördern wir das Experimentieren in den verschieden Lernbereichen.

+ 9 NEUGIER

In den Outdoor School Zentren verstehen wir die Neugier als den Motor für das Lernen. Deshalb wird beobachtet, wie jedes Kind lernt und was ihm Neugier bereitet. Außerdem werden Werkzeuge benutzt, mit denen Kinder und Jugendliche ihre Motivationen zum Ausdruck bringen können.

Die Neugier ist etwas Angeborenes in der menschlichen Natur. Ohne Neugier gibt es keine Emotion, und ohne Emotion gibt es keinen Lernprozess.

Die Neugier, die Motivation und die Emotionen sind eng verbunden mit dem Lernprozess.

+ 10 LEBENDIGES MATERIAL

Wir fördern die Benutzung von Materialien, die taktil stimulieren, den sinnlichen Ausdruck anregen und die das freie Entdecken vielseitiger Verwendbarkeit und alternativer Nutzung ermöglichen.

Andere Materialien, die den Kindern und Jugendlichen präsentiert werden, sind: Lernspiele, Materialien, welche die Entwicklung der Kommunikation und Sprache fördern, außerdem Materialien für die Realisierung von Experimenten und das Erkunden des Umfelds.

+ 11 VOLLSTÄNDIGE TEILNAHME

Die Kinder und Jugendlichen beteiligen sich aktiv am Leben der Gemeinschaft, treffen Entscheidungen über ihr eigenes Lernen und über die politische und soziale Agenda.

Wir betrachten die Lerngemeinschaft als ein Umfeld, in dem die Kinder und Jugendlichen ihre Autonomie entwickeln. Sie lernen aktive Bürger zu sein, verantwortlich für ihre eigenen Entscheidungen und fähig, als Akteure des Wandels zu handeln („changemaker“).

+ 12 BEWERTUNG

In der Bewertung gibt es keine Belohnungen und keine Strafen, auch keine Beurteilungen im Sinne von “gut / schlecht”; sondern es geht darum die Liebe zum Lernen zu fördern: also die Stärken zu potenzieren, die Schwächen zu identifizieren und die Möglichkeiten zum Lernen herauszufinden. Die Bewertung ist kontinuierlich und die Information wird mit den Kindern und Jugendlichen während des ganzen Jahres kommuniziert.

Die Dokumentation dessen, was Kinder und Jugendliche in der Lerngemeinschaft tun, ist ein wichtiger Teil.

+ 13 MULTIDISZIPLINÄERES MENSCHLICHES TEAM

Wenn wir den Kindern und Jugendlichen zeigen wollen, wie die Gesellschaft funktioniert, welche Bereiche sie beinhaltet und wie diese funktionieren, brauchen wir Professionelle aus verschiedenen Bereichen, welche die Erfahrungen und das Lernen bereichern.

Ziel ist es, ein multidisziplinäres, vielfältiges und abwechslungsreiches Team zu schaffen, das in der Lage ist, viele verschiedene Ansichten der Welt zu zeigen.

Wir verstehen jede erwachsene Begleitperson als „Begleiter – Ratgeber“, der/die berät, motiviert, Herausforderungen in den Mittelpunkt stellt und die Entwicklung jedes einzelnen Kindes/Jugendlichen individuell begleitet.

+ 14 FEEDBACK

Jede Lerngemeinschaft wird als ein lebendiger Organismus in ständiger Entwicklung verstanden. Er muss sich selbst reflektieren, wissen, wo er steht und wissen, wie er sich selbst verwaltet.

Feedback hilft uns, mögliche Spannungen zu beleuchten, Ressourcen auszurichten, Synergien zu schaffen und Entscheidungen zu treffen.

Als Feedbackinstrument verwenden wir zweimal im Jahr eine systemische Untersuchung der verschiedenen Bereiche zusammen mit einer Bewertung des ganzheitlichen Modells der emotionalen Bildung.

* Wissenschaftliche Arbeit eingetragen im Madrider Register für geistiges Eigentum unter dem Namen "Outdoor Education Environments" mit der Registrierungsnummer 16/2021/3500 vom 21. Mai 2021 und dem Aktenzeichen 09-RTPI-00168.7 / 2021

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